Mittwoch, 30. Juni 2010

Das Meer greift an

In der Kleinstadt Paulista, in der Nähe von Recife / Pernambuco, haben die Meeresgezeiten neue Höchststände erreicht. Der Inhaber einer Strandbar, die vor 20 Jahren an einem vermeintlich sicheren Ort stand, steht kurz davor vom Meer verschluckt zu werden. "Jedesmal ist es das Gleiche, aber jedes Jahr auch schlimmer", berichtet der Inhaber der Bar. Heute gehört der Standort zur Risikozone. Die Gemeinde hat den Alarmzustand ausgerufen.

Dienstag, 29. Juni 2010

Sintflut in Moldawien

Heftige Regenfälle in Moldawien haben gestern Nacht und heute Morgen für schwere Überschwemmungen gesorgt. 12 Menschen sind bei dem Unwetter ums Leben gekommen. Von dem Unwetter ist auch die nordrumänische Region Bukowina betroffen.

Madrid lernt das Chaos kennen

Ein wilder Streik der Metro-Beschäftigten in Madrid hat heute für ein Chaos in der Stadt gesorgt. Die Polizei soll jetzt die Linie zum Flughafen wieder in einen funktionsfähigen Zustand bringen. Die Arbeiter haben sich in einer Versammlung zur Weiterführung des Streiks auch morgen entschlossen.

Montag, 28. Juni 2010

SOS Pernambuco während Brasilien Chile aus der WM schiesst

Während die Brasilianer mit ihrer Fussballmannschaft um den WM-Pokal in Südafrika fiebern, spielt sich im brasilianischen Nordosten eine Tragödie ab. Schuld ist der sintflutartige Regen in dieser Region. Allein in Pernambuco befinden sich 67 Gemeinden in einer Notstandsituation. Viele Bewohner haben alles verloren, Haus und Möbel. 20 Personen haben bisher ihr Leben verloren. Heute Morgen starb durch eine Dammbruch ein 2 Jahre altes Kind. Eine neue brasilianische Erfahrung ist, dass die Mitbürger helfen wollen. Unter dem Motto "SOS Pernambuco" organisiert die lokale Zeitung "Diario de Pernambuco" eine Hilfsaktion, der man nur viel Erfolg wünschen kann.

Sonntag, 20. Juni 2010

Was kümmert ihn der Nobelpreisträger

Der portugiesische Präsident Aníbal Cavaco Silva blieb lieber in seinem Urlaub als den Trauerfeierlichkeiten für den verstorbenen Schriftsteller und Nobelpreisträger José Saramago beizuwohnen. Cavaco Silva setzte damit seine Opposition gegen Saramago auch nach dessem Tod fort. Bereits 1991 hatte er, damals Premierminister, gegen die Verleihung eines Literaturpreises an Saramago votiert. Im portugiesischen Sprachraum hat diese Haltung für erhebliche Verärgerung gesorgt.

Freitag, 18. Juni 2010

Notstand in Pernambuco

Nach heftigen Regenfällen im brasilianischen Bundesstaat Pernambuco hat die Landesregierung den Notstand ausgerufen. Mehrere Flüsse sind über die Ufer getreten, die Bundesstrasse BR-232 ist unterbrochen. Bisher sind 7 Todesfälle bekannt geworden. Betroffen ist vor allem die Region südlich der Hauptstadt Recife.

18/06/2010 Diario de Pernambuco
Pernambuco decreta Estado de Emergência por conta das chuvas

Dienstag, 15. Juni 2010

Betrügerische Fussballfans im Schafspelz

Der Trick ist primitiv und ich habe auch schon darüber berichtet, aber scheinbar ist er äusserst erfolgreich. In der Altstadt von Barcelona, vor allem im Raval gibt es viele Ronaldinho-Fans, die ihre Begeisterung gerne mit vermutlich schon angetrunkenen Touristen teilen wollen. Man wird geherzt und gedrückt und anschliessend ist man sein Geld und die Papiere los. Täter sind vor allem Jugendliche und Opfer vor allem Touristen. Inzwischen nimmt die Ausplünderung der Touristen dermassen überhand, dass sich sogar Anwohner beschweren. Sie kritisieren vor allem, dass die Polizei bei allem nur zuschaut und nichts tut.

15/06/2010 La Vanguardia
Los robos 'Ronaldinho' complican el "infierno" nocturno del Raval

Rumänische Regierung hat Misstrauensvotum überstanden

Die rumänische Regierung hat heute ein Misstrauensvotum im Parlament überstanden. Der Misstrauensantrag wurde mit 8 Stimmen Mehrheit abgelehnt. Damit werden auch die von der Regierung des Ministerpräsidenten Boc beschlossenen Sparmassnahmen in Kraft treten. Dies betrifft vor allem Gehalts- und Rentenkürzungen.

15 Iunie 2010 Romania Libera
Moţiunea de cenzură a fost respinsă. Guvernul rămâne în funcţie, salariile şi pensiile scad

Sonntag, 13. Juni 2010

Das Geld liegt auf der Strasse, aber wie soll man es auflesen?

Der Präsident des EU-Institutes für die Donauregion und Zentraleuropa, Erhard Busek, hat gestern in Konstanza erklärt, dass EU-Geld für Rumänien bereit liege, aber es fehle den Rumänen an Wissen wie man an dieses herankommen könne. "Es gibt genug Geld, aber was fehlt sind die Kenntnisse, wie man es nutzen kann. Diese Kenntnisse sind notwendig, um Projekte entwickeln zu können, für die das Geld ausbezahlt werden kann", erklärte Busek.

12 Iunie 2010 Romania Libera
Erhard Busek: România nu ştie să folosească banii europeni

Samstag, 12. Juni 2010

Todeskommandos in São Paulo wollen mächtiger werden

Das Ministerium für öffentliche Ordnung des Bundesstaates São Paulo hat Erkenntnisse, dass Militärpolizisten, die verdächtigt werden, an Todeskommandos teilzunehmen, beabsichtigen sich als eine Art Miliz zu organisieren. Man schätzt die Zahl auf 50 Mitglieder. Ihr Ziel ist es, an Stärke zu gewinnen, um die Kontrolle über den Dorgenhandel zu übernehmen und die normale Polizei einschüchtern zu können, damit es nicht zu Verhaftungen komme.

Siehe auch Blogbeitrag: Brasilianische Polizei kann die Finger nicht von Selbstjustiz lassen
12/06/2010 Folha Online
Grupos de extermínio se unem para formar milícia em SP